Sonntag, 25. Februar 2018

Wandern verboten

Seit längerem plane ich eine Wandertour über die Berge, doch hat nach einer Regen- und Sturmwelle die Gemeindeverwaltung ein einstweiliges Verbot jeglicher Wanderung erlassen - und das bei inzwischen schönstem Sonnenschein.
Aber ich lasse mich nicht aufhalten, und unternehme einen kleinen Spaziergang in der Nachbarschaft. Dort gibt es in einer versteckten Ecke zB diese Orchidee namens "Vanille" zu entdecken. Da diese nur mit Hingabe und viel Wissen zu ernten ist, kostet sie derzeit auf dem Markt mehr als Gold oder Silber:


Doch dann, als ich eine Wiese mit einem alten, überwuchertem Gemäuer durchquere, flattert etwas über meinem Kopf hinweg, scheu, neugierig, und so schnell, dass ich es kaum schaffe, ein Foto zu schiessen:

Doch dann nähert sich die Rotbrust für einen Augenblick, lässt sich auf einem Ast vor mir nieder, und schaut mich an, als ob sie wissen will, was ich hier zu suchen habe. In Gedanken begrüße ich den gefiederten Freund.

Und dann - etwas weiter, in der Nahe eines Baches - finde ich einen grossen Felsblock, mit einer eingemeisselten Tränke, die vielleicht von den hiesigen Ureinwohner zur feierlichen Inhalation rauchähnlicher Substanzen genutzt wurde:
Das Fazit meines kleinen Spazierganges: Es gibt immer etwas zu entdecken am Wegesrand, wenn man sich nur die Zeit nimmt.

Freitag, 23. Februar 2018

Fremdheit

Fremdsein hat mehrere Aspekte: Fremd in diese Welt durch unsere Geburt gelangt, sind wir Gäste und Besucher.
Fremd durch Besuche und Reisen, Fremd beim Einkauf und bei Begegnungen auf der Strasse.
Selbstgewählte Fremdheit, die Suche nach dem Anderssein, Inspiration.

Fremd an einem Strand mit vulkanischem Sand, voller angeschwemmter Algen aus einer anderen Welt; was wird der streunende Hund gleich tun, wenn er an mir, dem Fremden, geschnuppert haben wird?

 Oder von fremder Hand gewebte Knoten an Lianen im Urwald:
 Oder entdecken wir nicht manchmal erstaunliche Formen, vertraut, so künstlerisch, dass sie, obwohl fremd, uns beeindrucken können?
Unsere Welt ist Klein geworden, zu Klein; der Mensch sündigt auf Erden, greift aber nach den Sternen.
Das Leben in der selbst zu verantwortenden oder unschuldig erlebten Fremde ist uns anvertraut worden, um es zu bestehen: Als Gäste, Besucher, soziale Wesen.
Vielleicht steht am Ende - oder ist es ein Neubeginn in einer anderen Welt? - das Fremde, der Tod, und erklärt uns unsere vielen Fragen nach dem Warum, Woher, und Wohin.

Samstag, 17. Februar 2018

Die gruene Hoelle und das blaue Becken des Paradieses

Immer wieder werde ich begeistert von dem Farben- und Formenreichtum dieser Insel. Die alten Pfade, die bald vergessen sein werden, eröffnen ungeahnte Blicke auf den wahren Reichtum unserer Erde.
 Die Wege sind oft steil und unbequem, landen aber fast immer an einem Bach, wo sich in den engen Schluchten die Sonne spiegelt.
 Wer auch immer diese Gemälde erschaffen hat, liebt unsere Welt.
 Doch dann das: Eine seismographische Interferenzstoerung, der Kompass dreht durch:
Ich bin mir nicht sehr sicher, ob ich nicht in einer anderen Dimension gelandet bin!
 Ein Blick nach oben kann schwindelerregend sein:



Wer bisher nicht genug hatte, dem hilft dann spätestens dies - oder gar nichts:
 Wer ist der Mensch, der uns besucht? Für dieses Foto brauchte ich etwas Geduld, verharrte einige Minuten regungslos, bis sich das blaue Wunder ereignete:
 Einige Wurzelwunderwerke sind so unglaublich, und so nützlich: Oft ist man auf sie angewiesen, um mit Händen und Füẞen eine steile, rutschige Wand zu erklimmen:

 Und einige Bäume sind so gewaltig, dass man bequem darauf liegen kann - allerdings schafft es nur der wütende Gott Hurragan, diese Giganten mühelos zu fällen:

Freitag, 16. Februar 2018

Eine neue Kurzgeschichte


Nach einigen Tagen des Tastens und Bastelns habe ich eine neue Kurzgeschichte unter folgendem Link hinterlegt:

T R A U M

Wie immer ist der Text kostenlos als pdf anzusehen, wie immer weise ich an solcher Stelle auf meinen leicht und einfach Hand zu habenden SPENDENHUT hin.

Denn auch Träumen ist harte Arbeit, wenn man diese in die Tat umsetzen will.

Danke!

Mittwoch, 14. Februar 2018

Weltenwanderer

Baumknoten

Anker

Naturharfe, 3farben

Wandteppich

Grosses und Kleines Tor

Die beiden ungleichen Schwestern

Sonnensegel 1

Sonnensegel 2

Asylgirlande

Fruchtbarkeit

Sonntag, 11. Februar 2018

Farben, Formen, und Duefte - Geheime Wege

Heute bin ich wieder den Jahrhunderte alten, fast verschwundenen Pfaden im Dschungel gefolgt; bald werden sie vergessen sein. Auf alten Karten sind sie eingezeichnet, aber nicht immer ist der Eingang in den Urwald zu erkennen. Umgestürzte Bäume, Bäche, dichte Vegetation, Erdrutsche ... doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Knoten oder Schlange?

Überlebensgroße Baumfarne


 Meist modert es im Wald, doch gibt es ungeahnte Düfte und leuchtende Farben, wo es niemand erwartet. Sie reichen in ihrer reichen Palette von süßlich, über herb, bis intensiv würzig.



Jeder einzelne dieser Wege hat eine Geschichte zu erzählen: Von entlaufenen Sklaven, die der Unmenschlichkeit ihrer Fronarbeit durch Flucht in die Berge entkommen wollen, von der Verbindung der Dörfer und Siedlungen in Zeiten ohne Strassen und Autos untereinander und an die Küste, von Waldarbeitern, Soldaten, von Abenteurern oder Großgrundbesitzern und Einsiedlern.



Ein rotes Glühen wie eine Flamme von fernen Welten flackert inmitten des dunklen, feuchten Busches



Sonntag, 4. Februar 2018

Kurzschicht

Anbei verlinke ich einige meiner jüngsten Kurzgeschichten, von denen sicherlich noch einige Folgen werden:

:Top Sahne!

:Mord im Moskito

:Bruder, Schwester, Teufel

Das ist sicherlich kein leichter Stoff, so viele Eindrücke habe ich auszudrücken um irgendwie die gewonnenen Er- und Siekenntnisse zu verarbeiten; allerdings ist dies ja auch kein Witzebuch.

Also - Vielen Dank für Rückmeldungen, Kommentare, und Interesse!

Bei Gefallen und/oder Mitleid freut sich mein Spendenhut zur Unterstützung weiterer Abenteuer - Wie immer am rechten Rand dieser Kolumne, und sehr einfach Hand zu haben - Danke!

Samstag, 3. Februar 2018

Besinnliche Momente






Eine kleine Wanderung

Viele ahnen es, einige wissen es: Ich suche gerne abseits der Wege nach den unscheinbaren, unspektakulären kleinen Paradiesen, die den meisten Menschen entgehen - und das ist auch gut so.

Im tiefen Urwald horte ich bei einer vergangenen Wanderung das Rauschen eines Baches; steil ging es hinunter, aber es lohnte sich, und ich blieb dort eine Weile:
 Die Wasser bahnen sich dort ihren Weg durch Felsen und Geröll, Lianen hängen von den steilen Ufern hinab (und halfen beim Weg zurück) und ergießen sich in ein blaues Becken, das zum Baden ein- oder zweilädt:




 Hier befindet sich der Ausgang: