Mittwoch, 5. April 2017

Berliner Bilder 5

Höhle
Höhlen bieten Schutz vor Wetter und Feinden. Diese Höhle in einem großen Busch verbarg die Reste eines Nachtlagers: Ein oder zwei leere Bierflaschen, eine Plastiktüte. Ist der Mensch der Moderne ein anderer als einst unsere Vorfahren in Urzeiten?

Dienstag, 4. April 2017

Homo Hominibus

In den vergangenen Jahren erlebte ich es des öfteren und mehr und mehr bei meinen Wanderungen durch Berlin, daß Straßen oder sogar ganze Gegenden von der Polizei abgesperrt wurden, hermetisch, niemand kam durch, damit "die Politiker" dort in Ruhe ihre seltsamen Riten und Rituale abhalten konnten, und sich selber feierten, ohne vom Pöbel dabei beobachtet werden zu können, sei es der so genannte Volkstrauertag gewesen, oder ein FackelFestball im Präsidentenpalast, oder wenn in seiner tiefschwarzen, auf Hochglanz polierten Limousine der König vorbei fuhr.
Abends wurde brav in den Medien darüber berichtet, damit auch das Volk davon erfuhr, was in seinem Namen dort in heil'gen Hallen geschah.

Kann man das nicht anders herum besser handhaben, indem man dieser von Gott entsandten Elite den Zugang zum Volk versperrt, um dieses vor etwaigen Fehlentscheidungen seiner Herscher zu schützen?
Dazu müsste den Verantwortlichen nur ein Gebiet für ihre Bankette zugewiesen werden, und die Polizisten sich anders herum drehen.

Natürlich denken nicht alle Politiker so, das ist meine persönliche Polemik; doch beobachtete ich mehrfach, wie vor allem jüngere Leute, an ihrer Tracht eindeutig dem Politikerstand zuzuweisen, wenn sie einmal beliebten, außerhalb der sicheren Parlamentsgebäude zu flanieren, ziemlich deftig über an ihrer jeweiligen Kleidung eindeutig als nicht standesgemäße Zeitgenoßen erkennbare Passanten herzogen.

Das sollte so nicht sein, wenn man(n) vom Volk gewählt geworden sich nennen läßt.

Berliner Bilder 4

Hoffnung
Mauern werden errichtet, um sie abzureißen. Der Blick durch das Schlüsselloch der Geschichte lässt sich von keinem noch so brutalen System vollkommen verhindern; Gehirne können gewaschen werden, Leiber gequält, doch Vergangenheit und Zukunft bleiben bestehen. Hoffnung ist der Blick des Menschen in sich selber und über sich hinaus - der lebensnotwendige Drang, Grenzen zu überschreiten.

Montag, 3. April 2017

Nationalisten & Lokalidioten

Wie unschwer zu überhören, spalten immer weitere glorreiche Führer und Innen die Völker, und versprechen gewaltige Reiche und Tümer.
Das sind allesamt hohle Versprechungen. Dieser Weg führt ausnahmslos ins Verderben, es wird Kriege mit unvorstellbarem Grauen zur Folge haben, und am Ende kriegt niemand nichts durch Krieg.

Vielleicht ist das uns Erdlingen genau so vorher bestimmt und dem Heilsversprechen aller Götter weisem Ratschluß inklusive, denn auf Zerstörung können die Über-Lebenden einen gemeinsamen Neubeginn wagen. In welcher Form und Wo auch immer.

Berliner Bilder 3

Fremdheit
Diese Stadt hat kein gewachsenes Zentrum. Sie ist nicht rechtwinklig wie römische Städte, sie ist quasi ein Verbund von mehreren Zentren, alt und neu.
Manchmal vermischen sich Zeit und Raum, und ich frage mich ernsthaft, ob dies alles nur ein Traum ist. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Menschen hinterlassen Spuren - manche flüchtig, wenige ewig.

Sonntag, 2. April 2017

Berliner Bilder 2

Allesfresser
Eine Stadt kann bedrohlich und roh sein; insbesondere wenn jemand kein Zuhause hat.
Manche ungewohnte Sichtweisen anderer Menschen sollten wir beherzigen; nicht jeder kennt die Gepflogenheiten, die unsere gewohnte Sicht der Dinge bedingt.
Manchmal reicht es, sich dafür auf den Kopf zu stellen, manchmal auch, einfach "auf die andere Seite zu gehen".

Samstag, 1. April 2017

Berliner Bilder 1

Allee
Während meiner Jahre in Berlin durchstreifte ich diese Stadt in alle Himmelsrichtungen; ab und an nahm ich meine Augeneindrücke mit der kleinen LUMIX auf und teile sie hier mit.

Berlin ist graugrün; viele Alleen und bewachsene Ufer laden zum Spazieren und Verweilen. Wer einmal ganz unten ist, und zu den Wipfeln der Bäume schaut, der erkennt den Wert des Lebens.

Da ich weder Graf von Foto mich heisse, noch die Bilder mit meiner Notenfeder nachträglichst bearbeitet habe, bitte ich, sie als das zu betrachten, was sie sind: Stimmungen, Irrungen, Wirrungen.